Der BKFV-Vorstand hat an seiner Sitzung vom 3. Mai die
Lancierung dieser Petition beschlossen.
Im Anschluss an die
tragischen Ereignisse in Fukushima und der damit verbundenen
neuen Anstrengungen um einen Ausstieg aus der Atomenergie hat
der Druck auf unsere bernischen Gewässer massiv zugenommen.
Die Wasserstrategie sowie
verschiedene Vorstösse im Kantonsparlament zeigen das. Nutzung
ist angesagt. Der Schutz bleibt auf der Strecke. So werden
längst begrabene Kraftwerkprojekte wieder hervorgeholt und
gefordert, dass wichtige Hochwasserschutz- und
Renaturierungs-vorhaben wie das Projekt „aarewasser“ zugunsten
der Wasserkraftnutzung der Aare gestoppt werden.
Das darf nicht sein.
Gerade der Kanton Bern hat hier eine besondere Verantwortung.
Ihm wurde 2010 der Gewässerpreis verliehen. Der Kanton Bern ist
der erste Kanton mit einem Renaturierungsfonds, hat sehr viel
für die Renaturierung und den Schutz unserer Gewässer
unternommen. Dies darf nun nicht gefährdet werden!
Wir, die Unterzeichneten, fordern daher den Regierungsrat und
den Grossen Rat des Kantons Bern auf:
1.
Die Bernischen Gewässer nicht überhastet und übermässig zu nutzen;
2.
Auch dem Gewässerschutz den erforderlichen Platz einzuräumen;
3.
Grosswasserkraftwerke unter klaren ökologischen Auflagen zu fördern und
zu bewilligen, dagegen aber auf die Bewilligung von
unökologischen und versorgungspolitisch unbedeutenden Klein- und
Kleinstwasserkraftwerken zu verzichten.